Foto: Luca Dal Bello, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Karte›Piemont›Ghemme

Piemont · Unterregionen

Ghemme

DOCG Ghemme — kleinerer Nachbar von Gattinara östlich der Sesia. Nebbiolo-dominiert, lange Reife, oft mit etwas Vespolina im Verschnitt für Würze und Säure.

1Weingüter

Rebsorten

Nebbiolo, Vespolina

Rebfläche

60 ha

WärmeSonneTrockenheitMineralitätKörperFrische

TERROIR-PROFIL · Piemont

Ghemme Gletscher-Moränen-Nebbiolo

Ghemme: Nebbiolo auf Gletscherschutt — Alto Piemontes stiller Klassiker.

☀ Alpin⛰ Hangprofil: sanftNebbioloVespolina
Was ist Terroir? →

BÖDEN

Kies / Sandleicht, zugänglich

Kies und Sand entwässern stark — Reben kämpfen um Wasser, Weine werden fein, leicht und elegant.

Lehmkörperreich, samtig

Lehmböden geben den Weinen Volumen und einen weichen, samtigen Mund.

Sandduftig, zugänglich

Lockere Sand- und Flugsandböden erwärmen sich schnell und speichern wenig Wasser — sie geben duftige, früh zugängliche Weine mit weichem Gerbstoff; reblausresistent.

KLIMA · Alpin

Alpines Vorlandklima in Alto Piemonte, kühl und regenreich, mit großen Tag-Nacht-Unterschieden. Das Sesia-Tal trennt Ghemme von Gattinara, die Reife ist spät, die Lese meist im Oktober. Die Säure bleibt hoch.

TOPOGRAFIE · sanft

Sanft gewellte Moränenhügel der letzten Eiszeit am Ostufer des Sesia, mit Rebflächen auf etwa 280 bis 310 Metern bei Ghemme und Romagnano Sesia. Die Reben stehen auf Kuppen und Südhängen mit Findlingen und Geröll; das Relief ist weniger steil als in Gattinara.

WAS DAS IM GLAS BEDEUTET

rote JohannisbeereVeilchenschlanker Körpererdig-kühlGeheimtipp-Charakter

Typische Geschmäcker der Region

Aroma-Wolke der Region

SauerkirscheRoseTeerTrüffelLakritzgetrocknete KräuterSchwarzer PfefferBrombeereVeilchenGewürznelke
→ Aroma-Rad und Rebsorten-Profile

Piemont im Überblick

Diese Sub-Region ist Teil von Piemont. Die Karte zeigt alle 15 Sub-Regionen — Ghemme ist hervorgehoben.

Übersicht

Weingüter1
Detailprofile1

Typische Rebsorten

Nebbiolo
Vespolina

Terroir & Klima

Weincharakter

Ghemme liegt im Alto Piemonte in der Provinz Novara, am östlichen Ufer des Flusses Sesia, gegenüber der Nachbarappellation Gattinara. Die Appellation umfasst die Gemeinden Ghemme und Romagnano Sesia und ist klein. Sie erhielt 1969 den DOC-Status und wurde 1997 zur DOCG erhoben. Die Weinberge liegen an den Hügeln der Colli Novaresi am Fuß der Alpen.

Die Böden sind glazialen Ursprungs: Moränenablagerungen von Gletschern, die vom Monte-Rosa-Massiv kamen, mit Geröll aus Granit, Schiefer, Gneis und Sandstein. Das Klima ist gemäßigt-kontinental und steht unter dem Einfluss der nahen Alpen; Nebbiolo reift hier spät.

Hauptsorte ist Nebbiolo, hier Spanna genannt, mit einem Mindestanteil von 85 Prozent. Als Verschnittpartner sind Vespolina und Uva Rara zugelassen. Ghemme muss mindestens drei Jahre reifen, davon mindestens 20 Monate in Holz; die Riserva vier Jahre mit mindestens 25 Monaten in Holz. Die Weine sind kräftig, tanninreich und lagerfähig.

Bodenart

Glaziale Moränenböden mit Geröll aus Granit, Schiefer, Gneis und Sandstein.

Klima

Gemäßigt-kontinental unter dem Einfluss der nahen Alpen; der Nebbiolo reift spät.

Top-Profile

1 Detailprofile — alle in der Liste unten filterbar

Alle Weingüter

1 Treffer

Häufige Fragen

Welche Vorschriften gelten für Ghemme DOCG?

Ghemme erhielt 1969 den DOC-Status und wurde 1997 zur DOCG erhoben. Nebbiolo (Spanna) muss mindestens 85 Prozent ausmachen; die Reife dauert mindestens drei Jahre, davon mindestens 20 Monate in Holz.

Wie ist das Klima in Ghemme?

Das Klima in Ghemme ist gemäßigt-kontinental unter dem Einfluss der nahen Alpen. Der Nebbiolo reift spät.

Welche Rebsorten prägen Ghemme?

Die wichtigsten Rebsorten in Ghemme sind Nebbiolo und Vespolina.

Wie viele Weingüter gibt es in Ghemme?

Cellarmap führt 1 Weingüter in Ghemme auf rund 60 Hektar Rebfläche. Jedes Profil zeigt Lage, Kontakt, Rebsorten und – wo vorhanden – Lagen, Klassifikation und Besuchsinformationen.

Alle Weingüter in Ghemme von A bis Z

📖 Im Lexikon nachschlagen

Alle Begriffe →

Verwandte Weinbegriffe – verständlich erklärt im Cellarmap-Lexikon.