Über die Region Nahe
Die Nahe folgt dem gleichnamigen Fluss von Bad Sobernheim über Bad Kreuznach bis zur Mündung in den Rhein bei Bingen und nimmt ihre Seitentäler an Alsenz, Glan, Guldenbach und Gräfenbach mit. Lange galt sie als "Probierstube Deutschlands", weil sich hier auf kleinstem Raum fast alle Bodenarten des deutschen Weinbaus finden.
Das Herzstück liegt zwischen Schlossböckelheim und Bad Kreuznach: Am Rotenfels, mit 200 Metern die höchste Steilwand nördlich der Alpen, und in den Lagen Hermannshöhle, Felsenberg, Kupfergrube und Dellchen entstehen auf vulkanischem Porphyr, Melaphyr und Schiefer einige der langlebigsten Rieslinge Deutschlands. Weiter oben, um Monzingen, dominieren Schiefer und Quarzit (Halenberg, Frühlingsplätzchen); unten bei Dorsheim und Münster-Sarmsheim Kies und Quarzit (Pittermännchen, Goldloch, Dautenpflänzer).
Das Klima ist trocken und mild – der Hunsrück schirmt Regen ab, rund 500 Millimeter Niederschlag im Jahr gehören zu den niedrigsten Werten deutscher Weinbaugebiete. Neben Riesling (rund 29 Prozent) prägen die Burgundersorten, Müller-Thurgau und Dornfelder das Bild; Spätburgunder gewinnt an Bedeutung.
Weingüter wie Dönnhoff, Emrich-Schönleber, Schäfer-Fröhlich, Gut Hermannsberg und Schlossgut Diel haben die Nahe seit den 1990er Jahren in die deutsche Spitze geführt. Für Weinreisende bietet die Region dichte Weinbaudörfer, Vinotheken direkt am Fluss, die Kurstadt Bad Kreuznach mit ihren Brückenhäusern und den Rotenfels als Aussichtspunkt.
Bodenart
Extrem vielfältig: Schiefer, Quarzit, vulkanischer Porphyr und Melaphyr (Rotenfels, Schlossböckelheim), Rotliegendes, Kies und Löss – oft innerhalb einer Lage wechselnd
Klima
Trocken und mild im Regenschatten des Hunsrück; rund 500 mm Niederschlag, viele Sonnenstunden, kühle Nächte in den Seitentälern
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