Über die Region Sachsen
Die Sächsische Weinstraße folgt der Elbe 55 Kilometer von Pirna über Dresden-Pillnitz, die Radebeuler Lößnitz und Meißen bis Diesbar-Seußlitz. Weinbau ist hier seit 1161 belegt; im 19. Jahrhundert brachten Reblaus und Industrialisierung die Fläche fast auf null, erst nach 1990 kehrte der Aufschwung mit privaten Weingütern zurück.
Die Reben stehen auf Terrassen aus Granit und Syenit (Radebeul, Meißen), Pläner-Sandstein (Pillnitz) und Löss, oft mit Trockenmauern und historischen Weinbergshäusern. Das Klima ist kontinental mit kalten Wintern und warmen, trockenen Sommern; die Elbe mildert Frost und spiegelt Licht. Frühjahrsfröste und die nördliche Lage halten die Erträge klein – Sachsenweine sind knapp und meist teurer als der deutsche Durchschnitt.
Stilistisch dominieren trockene, elegante Weißweine: Müller-Thurgau, Riesling, Weiß- und Grauburgunder, Traminer sowie der nur in Sachsen kultivierte Goldriesling. Spätburgunder gewinnt an Fläche. Schloss Proschwitz (Prinz zur Lippe), Klaus Zimmerling (Pillnitz) und Martin Schwarz sind die VDP-Betriebe; das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul gilt als Europas erstes Erlebnisweingut, die Hoflößnitz als historisches Weinbaumuseum. Vincenz Richter in Meißen führt die älteste Gastwirtschaft der Stadt.
Reisende kombinieren Dresdens Barock mit Weinproben in den Lößnitzhängen, der Porzellanstadt Meißen und dem Elberadweg.
Bodenart
Granit und Syenit (Meißen, Radebeul), Pläner-Sandstein (Pillnitz), Löss und Lehm; Terrassen mit Trockenmauern
Klima
Kontinental mit kalten Wintern und warmen, trockenen Sommern; die Elbe als Frostschutz und Lichtspiegel
